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Gastro Box Wettbewerb 2009, 2.Preis

Mobilegastrobox 04
Ort
-
Kategorie
Wettwewerbe
Tätigkeit
Planung, Architekturvisualisierung

In Kooperation mit dem Holzcluster Steiermark und der Tischlerei Griesbacher konnten wir beim „Innovationspreis Steirisches Vulkanland“ den 2. Platz erringen. Nachfolgend finden sie die Projektbeschreibung.

Problemstellung:
Schnelllebigkeit und Flexibilität sind die Schlagworte der heutigen Zeit. Heute hier morgen dort. Nur wer diese Bedürfnisse stillen kann und dem gewünschten Tempo hinterher kommt kann erfolgreich sein. In der Gastronomie gewinnen diese Faktoren aber auf unterschiedlichste Weise an Bedeutung.  

-Im Bereich der Events ist es notwendig schnell, aber auch qualitativ hochwertige Veranstaltungen zu bieten. Um wirtschaftlich zu sein muss der  Auf- und Abbau schnell und unkompliziert von Statten gehen und der Aufwand so gering wie möglich gehalten werden.  

-Aber auch im Bereich von fixen Lokalitäten (Bar, Cafe, etc.) ist meist nicht das Konzept sondern die Region und der Standort ausschlaggebend für den Betriebserfolg.  Sehr oft sind bestehende Konzepte an fixen Orten mit einem Ablaufdatum versehen und werden in weiterer Folge an andere Orte transferiert. Solche Ortsveränderungen sind aber mit sehr hohen Kosten verbunden. 

Zeitgenössische temporäre Gastronomie- Architektur, wie sie sich zum Beispiel in Schirmbars, Imbissständen, etc. manifestiert sind meist nicht funktionell ausgereift, sprich ihre Funktionsweise ist nicht autark, ihr Auf/ Abbau ist meist an längere Arbeitszeiten gebunden. Zudem wird der Anspruch an Ästhetik und Repräsentation nur wage bis gar nicht erfüllt.

Lösung:
Um dem Zeitgeist gerecht zu werden muss ein Konzept entwickelt werden, welches gleichzeitig schnell und flexibel, aber auch qualitativ hochwertig ist. Das Produkt soll sowohl für den Eventbereich, wie auch für herkömmliche Gastronomiebereiche geeignet sein. Die Idee ist es ein Hüllenkonzept mit einem Innenraumkonzept zu verschmelzen und alles zu einem flexiblen Modul zu verbinden.
Es obliegt dem vorliegenden Projekt, eine Produktentwicklungsstudie anzustellen, wie die Grundidee in einem modularen Baukastensystem umgesetzt werden kann. Es müssen hier natürlich alle Aspekte wie Auf- und Abbau, Unabhängigkeit von der Witterung, Transport, ökologische Gedanken und vieles mehr berücksichtigt werden. 

Als Lösung sehen wir ein autark funktionierendes Gastronomiesystem vor- Die „Gastro Box“. In ihr vereinen sich Funktionalität (Schneller und unkomplizierter Transport, sowie problemloses Auf/ Abbauen) und Ästhetik, die der Gastronomie, nämlich dem Verzehr von Produkten gerecht werden. Die Box kann mit jedem herkömmlichen Lastkraftwagen transportiert werden. Das Aufstellen der Box ist in kürzester Zeit, ohne Kran möglich. Das Funktionsschema des Aufbaues finden sie nachfolgend. Durch zwei Handgriffe (Verschieben) kann die gesamte Box aufgeschoben werden. Durch das ineinander schachteln der integrierten Möbel im geschlossenen Zustand, wird der Raum in seinen Maximen genutzt, um eine höchstmögliche Effektivität zu gewährleisten. Alle Elemente wie Sitzgelegenheiten, Barbedarf (Schank, Kühlschränke, Flaschensumpf, Regalsysteme, etc.) sind fix in der Box integriert. Das Aufstellen der Box ist auf jedem Gelände, ob urban, oder auf der grünen Wiese problemlos möglich.

Projektbeschreibung: 

Das Besondere an der Box ist, dass sie als ein Teil ausziehbar ist, sprich die gesamte Box wird auf einer Schienen/ Rahmenkonstruktion aus Stahl montiert, auf der sich Hydraulikstempel befinden, die dem einfachen Aufstellen ohne Kran dienen. Auf den besagten Schienen lässt sich die gesamte Box auseinander fahren. Diese mechanische Bewegung dient dem Platzgewinn im Betrieb, und der kompakten Anordnung der Einrichtungsgegenstände, die durch eine einzige Bewegung benutzbar werden. Die Bar ist das einzige Fixelement der Box, wobei beim in betrieb nehmen die Außenwände an der Bar vorbeifahren, die auch als Anker für die Auskragung dient. Im Bodenbereich wird auf ausklappbare Bodenplatten zurückgegriffen. Als Überdachung des nun freien Dachbereiches dient eine Schieberahmenkonstruktion mit getönten Polycarbonatplatten, die im Inneren auch als Beleuchtungselement eingesetzt werden. Der Barbereich wird um die Arbeitsfläche von 100cm nach Außen geschoben, die Aufenthalts- Seite wird um 150cm verschoben. So entsteht ein Erschließungsbereich in der "Fuge" und der linke Bereich kann rein als Aufenthaltsbereich für die Gäste gesehen werden. Im eingefahrenen Zustand greifen die Möbel ineinander, bzw. stehen direkt zueinander, so kann die Fläche und die Anzahl der Gäste absolut optimiert werden. Im Erschließungsbereich dienen klappbare Riffelblechpaneele als Bodenkonstruktion.

Materialität:

Als statisch wirksames  Material ist KLH vorgesehen. An der Fassade werden geprintete, oder gefärbte PVC Folien verwendet,  um der Form ihren analogen homogenen Charakter zu geben. Die PVC Folie ist sowohl Witterungsschutz, als auch finale Oberfläche, und kann je nach Benutzer der Box anders ausgeführt werden, um einen Wiedererkennungswert mit dem jeweiligen Unternehmen zu gewährleisten. Im Innenbereich wird an der Wand lackiertes MDF verwendet. Die Möbel bestehen aus einer Rahmenkonstruktion aus Stahl, die Hülle der Bar und Bestuhlung wird mit getönten Kunststoffplatten ausgeführt. Alle Einrichtungsgegenstände (Bar, Bestuhlung) sind ebenso als Leuchtkörper vorgesehen.

Tätigkeitsbereiche: Entwurfsplanung

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